Donnerstag, 21. April 2016

14.4.2016 Im Botanischen Garten von Madeira ...

Das Klima hier ist wirklich super und das zeigt sich in der Pflanzenwelt. Bevor wir zum Botanischen Garten aufbrechen, stattet Willi den Orchideen-Standlern noch einen Besuch ab. Er ist sehr enttäuscht, weil keiner mit ihm fachsimpeln will und die lateinischen Namen so gut kennt wie er. (Unter den Einäugigen ist der Blinde ...) Dafür verkaufen sie Dir alles als das was Du suchst. Ist das ein Oncidium? JA! Oder ist das ein Epidendrium? Ja! Im Botanischen Garten merken wir selbst, dass es hier unterschiedliche Klimazonen gibt. Beim Eingang ist es noch ziemlich frisch und ich brauche die Haube, je weiter wir ins "Tal" kommen, umso wärmer wird es. 35.000 m2 voll mit exotischen Pflanzen beschäftigen uns eine ganze Weile. Wir müssen uns ganz schön beeilen, damit wir noch die Residenz von Sissi während ihres Aufenthalts besuchen können (für Sissi ein Must). Jetzt ist es das Casino mit einem wunderschönen Park davor und mit Blick auf den Hafen.

Der Fachmann Willi mit "Beute".
"Kleine" Kakteen

Montag, 18. April 2016

13.4.2016 Fisch & Madeira Wein ...

Wir machen einen Ausflug in eines der ältesten Fischerdörfer Madeiras - nach Camara de Lobos. Dort wird auch der Espada, der Schwarze Degenfisch gefangen. Das Dorf ist klein und überschaubar und wir werden mal wieder vom Regen überrascht. In Madeira gibt es vier verschiedene Klimazonen, je nach Meereshöhe. Statt Rübenfelden sieht man überall Bananenfelder und statt Begonien Orchideen im Blumenkisterl. Die halten einiges aus, denn es ist wirklich kalt. Die Einheimischen tragen Winterstiefel und Mäntel! Da hilft nur mehr eines, sich von innen zu wärmen. Das machen wir dann bei einer Führung durch die Weinmanufaktur Blandys in Funchal.
Camara de Lobos
Ein Blick vom Leuchtturm.


Steilküste
Wilde Kakteen & der Atlantik.

Ein guter Jahrgang - leider zu teuer.
Eichenfässer & Wärme sind das Geheimnis.

12.4.2016 Besuch beim letzten Kaiser von Österreich ...

Karl der I war in Madeira sehr beliebt und wir besuchen seine letzte Ruhestätte am Monte. Hier sind sehr viele deutschsprachige Touristen unterwegs (so wie wir). Besonders beeindruckend ist für uns die Pflanzenwelt und wir lassen uns auch nicht vom Regen abhalten. Willi Kauf sich ein Mützerl und schon geht's weiter. Philodendren und Clivien wachsen am Berg so wie bei uns das Unkraut :-). Anstelle des Botanischen Garten besichtigen wir den Orchideengarten. Willi kann sich kaum losreißen und deshalb bleibt keine Zeit fürs Museum. Also chillen wir in unserem Stammlokal dem Poncha-Laden.
Maracujafrühstück in der Markthalle.
Am Monte.
Die Ruhesrätte von Karl I.
Willi mit Madeirakapperl.
Der Eingang zum Orchid Garden.

Im Orchideengarten.


Freitag, 15. April 2016

11.4.2016 Wir erkunden Funchal ...


Nachdem wir in ein neues Quartier mit Hafenblick gesiedelt sind, beginnen wir Funchal zu erkunden. Das Städtchen ist noch voll vom Blumenschmuck. In der Stadt gibt es eine Straße nur mit Blumenständen und da stehen Orchideen wie bei uns Begonien. Willi ist im Schlaraffenland. Die Vegetation in den Parks ist einzigartig. In der Markthalle "Mercado des Lavadores" kosten wir tropische Früchte. Wir genießen den Abend und wandern noch mal über den Hafen nach Hause.
Der Blick von unserer Terrasse.
In der Stadt.
Orchideen beim Standler.
Willi im Sclaraffenland.
Im Park.

Blumenschmuck im Brunnen.
In der Markthalle.
Maracuja - Spezialität von Madeira.
Anemdstimmung im Hafen.

Hier geht der Blog von Sissi & Willi weiter ...

Auf der Avalon bloggen nun Renate und Stefan unter ...
http://2016avalonlissabonkiel.blogspot.pt/

Die besten Sprüche ...

Einige Sager des Tages sind es wert aufgeschrieben zu werden ....

"Seemannsgarn beginnt immer mit den Worten ...  Jetzt mal ohne Scheiß ..."
(Willi aus Berlin)

Sissi fasst Erklärungen über das Bord-WC von Skipper Peter wie folgt zusammen ... "Gesch.... wird ab sofort nur mehr in Lee."
(Sissi)

Nach einem Schwall Wasser über den Niedergang treffen Sissi und Willi aus Berlin im Salon zusammen .... Willi an Sissi "Schläfst Du immer in Gummistiefeln?" Antwort "Ist erotisch!"

Kreuzen gegen den Wind und die Welle ist wie Heilfasten ohne Hunger.
(Sissi nach 3 Tagen ohne Essen)

Willi aus Berlin erzählt über einen Skipper bei der Verleihung des Skipperscheins an seine Ex-Schüler ... "Bedenkt immer ... Der Schein trügt!"
(Willi aus Berlin)

10.4. 2016 Blumenfest und Abschied von Sissi & Willi

Nach einem klassischen Crewfrühstück in strahlender Sonne packen sich die zwei Aussteiger zusammen. Boote bei denen wir übersteigen bekommen mit, dass die Avalon noch bis Kiel segelt und nutzen die Gelegenheit um Vorräte an uns weiterzugeben. 3 Kilo Brot, 10 Kilo Orangen, Birnen, Melonen und jede Menge Knabbergebäck wechseln den Besitzer. David kommt an Bord und es gibt erste Überlegungen Kojen zu tauschen. Es bleibt aber doch alles beim Alten und David bekommt die Heckkabine. Wir kommen genau richtig zur Parade des Blumenfestes und können viele schön geschmückte Blumenwagen besichtigen. Dann ist es Zeit für ein gutes Abendessen in der Altstadt. David zeigt uns Lokale, die er bestimmt schon öfter besucht hat. Bei Poncha wird so manches Seemannsgarn ausgesprochen und wir haben viel Spaß. Apropos - was ist der Unterschied zwischen einem Märchen und Seemannsgarn? Seemannsgarn beginnt immer mit: "Jetzt mal ohne Scheiß ..." (Weisheit von unserem Berliner Willi). Nach Poncha und Erdnüssen wird auch David klar ... Er fängt in der Hierarchie mal ganz unten an :-).
Parade
Blumenrad
Tanz & Umzug
Blumenmädchen
Blumenmänner
Abendessen in der Altstadt.
Poncha Party
David wird eingeschult.

10.4.2016 Wir legen in Funchal an ... Der Schein trügt ...

Wir freuen uns alle schon so aufs Anlegen, dass wir abwechselnd Lichter von Fischern oder Leuchtreklame als Leuchtfeuer wahrnehmen. Knapp vor der Hafeneinfahrt treffen wir auf ein auslaufendes Kreuzfahrtschiff, das uns höflich ignoriert, obwohl wir nur mehr mit dem Topplicht unterwegs sind. Die Navigationslichter sind im letzten Regen und Wind wohl naß geworden und ausgefallen. Skipper Peter bereitet die Crew vor: "Wenn sie jetzt gleich den Scheinwerfer ins Cockpit richten, dann winken wir alle ganz freundlich." Anlegen im Paket mit ca. 2 Meter Höhenunterschied zur Piermauer macht deutlich, dass etwas mehr Praxis nicht schaden kann. Skipper Peter gelassen: "Alle die einen Schein haben ... außer Michael ... sollten wissen in welche Richtung eine Spring gespannt wird ..." Ja ja, der Schein trügt manchmal :-). Bei Anlegerbier und Whiskey werden die Highlights der Woche zum Besten gegeben und David kommt an Bord. Willi entscheidet sich dazu, in Madeira von Bord zu gehen und den Trip mit dem Flugzeug fortzusetzen. Es wird noch eine lange Nacht.
Funchal bei Nacht.
Unser Liegeplatz bei Tag.
Marina Funchal.


  

Dienstag, 12. April 2016

9.4.2016 Fischer gesichtet ...

Wir wollten eigentlich schon auf dem Weg nach Lissabon sein ... in der Früh sind wir noch 60 SM von Madeira entfernt, leider. Am Vormittag sichten wir noch ein zweites Boot - nach 6 Tagen. Wir sind nicht allein auf dem Planeten und es gibt auch noch andere, erinnert an Waterworld ....
Aber heute ist die gesamte Crew "Landgeil" und bleibt trotz Freiwache an Bord. Gegen 18.00 Uhr taucht die Insel Madeira auf und wir sind nur mehr 40 SM entfernt. Samstag oder  Sonntag? Wann wir anlegen, das wird knapp. Wir beginnen schon Kontakt mit unserem Newcomer David aufzunehmen. Er wird uns im Hafen Willkommen heißen ...
Alles mitgekoppelt ...
wir kommen ...

Sissi mal im Bild.

Land in Sicht.
Der Wannsee-Segler Willi.
Nur mehr 10 Seemeilen.
Anlegen werden wir morgen.

8.4.2016 - Seemeilen Watching ...

Welle am Morgen
8.00 Uhr früh und die erste Frage lautet ... Wieviele SM sind es noch ... Exakt 120 SM. Die Crew hat Hunger und wir kochen erstmals Instant Suppen a la Jamie Avalon. Alle haben begriffen, dass konzentriertes Steuern zum Ziel führt. So hart am Wind und so schnell als möglich. 40 ° - 50 ° bringen bis zu 6 kn. Woher kommt die Strömung und die Welle? Nordsee- und Wannseesegler sind eindeutig im Vorteil. Wir geben alles. Um 16.00 Uhr haben wir den Speedrausch erreicht -> 0,5 kn pro Stunde. Weniger als 20 SM in 12 Stunden. Anyway um 00.00 Uhr sind es nur mehr 91 SM.
Trügerischer Sonnenuntergang es ist nicht der letzte
Welle am Boot



7.4.2016 - 2 Tage und 22 Stunden sind nicht genug ...

Die Morgenwache bringt es zu Tage ... 12 Stunden Nachtfahrt und wir befinden uns nahezu an der gleichen Position wie davor ... noch immer 200 SM von Madeira entfernt. Stefans Berechnungen haben leider nicht ganz zugetroffen und unser Skipper Peter sagt lässig ... aufkreuzen gegen den Wind bedeutet ... doppelte Strecke und bis zu 3 x so viel Zeit. Wir hören es wohl, aber wir wollen es nicht glauben. Peter bemüht sich sehr um uns und die Crew beginnt langsam wieder zu essen. Wende um 12.15 Uhr. Wenn alles gut geht, fahren wir auf diesem Kurs nur mehr 30 Stunden nach Madeira. In der Nacht bekommen wir Wind mit 30 - 35 kn. Der Versuch die Genua zu reffen endet damit, dass sich die Schoten verheddert haben. Fehler der Wachcrew. Allerdings bemerken wir dadurch, daß die Reffleine der Genua "geschamfielt" ist. Glück im Unglück. Peter muss wieder mal in der Nacht aufs Vorschiff und klariert die Leinen. Die Genua wird eingerollt und die nächste Reparatur steht an. Ab sofort hat Peter nur mehr einen Handschuh - der andere ist eine Spende an Neptun.
Keine Crew im Salon - alle in den Kojen.
Es schaukelt und stampft.
Peter am Vorschiff.
Reffleine dahin ...
Stefan hält Kurs.